Pressebericht:
Kleine Zeitung vom 5.05.2005 - ["Wir sind ein verlässlicher Partner"]

"Wir sind ein verlässlicher Partner"

Gemeinderatssitzung in Bad Mitterndorf: Neue Geschäftsführer bei der Therme, die Gemeinde wird ihren Beitrag zum Kulmausbau leisten.

CHRISTIAN HUEMER

Insgesamt verlief die erste Gemeinderatssitzung in Bad Mitterndorf unter dem neuen Bürgermeister Karl Kaniak vom Grimmingdialog recht konstruktiv. Wiewohl sich noch nicht alle ihrer Rolle sicher waren: Gleich in der Fragestunde warf Trieb Bürgermeister Kaniak Amtsmissbrauch vor, weil ein Vorstandsbeschluss offenbar nicht eingehalten worden sei. Beim nächsten Tagesordnungspunkt gab er wertvolle Tipps zur Besetzung der Ausschüsse. Trieb zu Kaniak: "Ich will dich nicht lehrmeistern, aber das sollte so und so gemacht werden." Kaniak: "Nein, nein ich bin froh, wenn mir jemand hilft." Die Besetzung der Ausschüsse erfolgte demnach auch einstimmig - bei den anderen Themen war das nicht der Fall.

So etwa wurde bestimmt, wer bei der nächsten Generalversammlung der Thermengesellschaft als Geschäftsführer bestellt werden soll. Kaniak schlug gleich drei Namen vor: Christian Demmerer, Johann Strimitzer und Gotthard Gassner. "Sie haben bisher schon mitgearbeitet und kennen sich mit der Materie aus." Alle Fraktionen nahmen den Vorschlag an - die Freiheitlichen enthielten sich der Stimme.

Heftig debattiert wurde über die Kosten für die Errichtung des Liftes bei der Kulmschanze. Bund und Land haben 80 Prozent der insgesamt zwei Millionen Euro übernommen, zehn Prozent entfalle jeweils auf die Gemeinde Bad Mitterndorf und Tauplitz. "Dafür gibt es Zusagen, die noch vor meiner Zeit von den Verantwortlichen gemacht wurden. Ein Teil wurde bezahlt, 120.000 Euro sind noch offen", so Kaniak, der von einem Termin mit Landesrat Schützenhöfer berichtete, bei dem er aufgefordert wurde, dass die Gemeinde "dringendst" dieses Geld überweisen solle.

Argument der SPÖ: "Man muss sich anschauen, ob auch Tauplitz schon bezahlt hat. Es kann wohl nicht sein, dass eine VP-Gemeinde nicht zahlt und Mitterndorf schon." Konter von Kaniak: "Wir sind eine eigenständige Gemeinde und was zu zahlen ist, zahlen wir. Wir können auch nicht ins Wasser springen, wenn das die Tauplitzer tun. Außerdem möchte ich, dass Bad Mitterndorf einen Ruf als absolut verlässlicher Partner bekommt."